Kumite

Bei der Wettkampfform des Kyokushin Karate (jap. Kumite) gibt es nur wenige Regeln, diese sind aber speziell dafür gemacht die Physis der Sportler zu schützen. Der Kampf findet nicht im Ring, sondern auf einer Matte (jap. Tatami) statt. Es gibt vier Kampfrichter die an den Ecken der Tatami sitzen und einen Hauptkampfrichter der mit den Kämpfern auf der Tatami steht.  Das Kumite wird schon im Kihon etwas näher gebracht. Auch hier sind die japansichen Begriffe sehr wichitg.

Regelwerk

Die für ein Turnier geltenden Regeln können bei verschiedenen Ausrichtern leicht variieren, so können für Kinder z.B. gerade Tritte in das Gesicht erlaubt sein wenn ein Kopfschutz mit Visier vorgeschrieben ist.

In diesem Text werden wir die grundlegenden Regeln erläutern, Abwandlungen werden jeweils in den Ausschreibungen der Turniere bekanntgegeben.

Da im Profi Bereich auf Handschuhe und Schutzausrüstung verzichtet wird, richten sich die allgemeinen Regeln nach diesem Kampfsystem. Schläge mit der Hand, dabei ist egal ob mit der Faust oder der offenen Hand, und mit dem Ellbogen zum Kopf sind verboten. Auch Kopfstöße sind nicht erlaubt. Tritte zum Kopf sind dagegen mit dem Fuß und auch dem Knie zulässig, das beinhaltet auch gerade Tritte ins Gesicht. Techniken gegen den Rücken, den Hals und den Genitalbereich des Gegners sind, genau so wie Techniken von vorne und von der Seite gegen das Knie, absolut verboten. Einen am Boden liegenden Gegner schlagen oder treten darf man beim Kyokushin nicht, lediglich ein einzelner Schlag, aber nur mit leichtem Kontakt, zum Körper eines liegenden Gegners ist erlaubt.

Die „alten“ Regeln mit Schubsen, Halten und Werfen des Gegners waren lange verboten, sind jetzt aber wieder in das Regelwerk integriert. Eine genaue Übersicht der Regeln gibt es im Video.

Ein Kampf geht über 3 Minuten, hier gibt es auch ein Punktsystem, aber nicht so wie man es vom Boxen kennt. Kämpfen beide Kontrahenten über die volle Zeit, ohne dass einer Schmerz anzeigt, geht der Kampf in die Verlängerung. Zwei Verlängerungen von je 3 Minuten sind nach der regulären Zeit noch möglich. Vor den Finalkämpfen werden Bretter zerschlagen, dieses heißt auf Japanisch „Tameshiwari“. Falls nach den 2 Verlängerungen noch kein Sieger feststeht, gewinnt derjenige, der beim Tameshiwari die meisten Bretter auf ein mal zerschlagen hat, herrscht auch hier Gleichstand gewinnt der leichtere.

Das Punktesystem ist sehr einfach gehalten, ist der Gegner kurz Kampfunfähig, unter 3 Sekunden, bekommt man einen Waza-ari. Mit einem Waza-ari liegt man in der Wertung vorn, der Kampf geht dann allerdings weiter. Sollte der Gegner länger, über 3 Sekunden, Kampfunfähig sein, erhält man einen Ippon und gewinnt den Kampf. Zwei Waza-ari‘s ergeben einen Ippon und führen zum Sieg.

Sollte sich ein Kämpfer regelwidrig verhalten, kann auch ein Tadel ausgesprochen werden. Wiederholtes Verwarnen kann dann auch einen Waza-ari aufheben und sogar bis zur Disqualifikation führen.

Bei Kindern und Nachwuchskämpfern sind die Kämpfe nicht so lang und auch die Regeln sind strenger gehalten. So sind z.B häufig gerade Tritte ins Gesicht, Kniestöße zum Kopf und Rollkicks verboten.