Kihon und Kata

Kihon

Auf deutsch würde man es Grundschule nennen und das Kihon bildet tatsächlich die Grundlage um diese Kampfkunst zu erlernen. Das Kihon beinhaltet also alle Stände, Block-, Schlag- und Tritttechniken. Diese Techniken werden sowohl im Stand, als auch in Bewegung, auf japanisch „Ido Geiko“, geübt. Neben dem Kihon ist auch das Kumite ein wichtiger Part im Kyokushin Karate.

Das Trainieren der Stände heißt Tashi Waza und muss als Grundlage von jedem Karateka gelernt werden. Man kann die Stände in einer Art Kata laufen, in dieser kommen dann bereits 14 verschiedene Stände zusammen, die natürlich auch alle einzeln benannt sind.

Das tatsächliche Verständnis von Kihon liegt in der Regel im Training von Blocktechniken, Schlägen und Tritten. Bereits vor der ersten Prüfung, also noch mit dem weißen Gürtel, muss ein Schüler 10 Stände, 15 Schlagtechniken, 5 Block- und 11 Tritttechniken erlernen. Der Schüler muss diese Techniken zum einen ausführen können, als auch die japanischen Begriffe für diese Techniken kennen. Je höher der Gurt, auf den geprüft wird, desto mehr Techniken müssen von dem Schüler beherrscht werden. Die unter Schüler welche noch keine höheren Gürtel erlangt haben, müssen daher noch viel lernen.

Kata

Man kann das Wort Kata gut übersetzen als Formlauf. Eine Kata ist eine festgelegte Abfolge von Bewegungen, in Form von Schritten in verschiedenen Ständen, Abwehr- und Angriffstechniken. In einer Kata wird sozusagen gegen einen imaginären Gegner gekämpft. Doch auch wenn man beim laufen von Kata‘s keinen realen Gegner hat, ist es wichtig, zu wissen welche Bedeutung die angewandten Techniken haben. Um dies zu lernen und zu verinnerlichen gibt es für Kata‘s die Form des Bunkai. Beim Bunkai übernimmt ein Trainingspartner die Rolle eines realen Angreifers, auf den, mit den in der jeweiligen Kata vorgeschrieben Techniken, reagiert wird.

Zum lernen einer Kata wird diese meistens so ausgeführt, dass man zu der Kata zählt. Zu jedem Zähler sind dann Techniken festgelegt, ein Zähler kann eine, aber auch mehrere Techniken umfassen. Bei Turnieren und Prüfungen werden Kata‘s fast immer ohne die Zähler aufgeführt, diese Form des Katalaufens nennt man Mugorei. Beim Laufen in Mugorei ist es wichtig die Kata nicht so zu laufen als würde dazu gezählt, sondern sie schön zu akzentuieren.

In den Prüfungen bis zum 5. Dan sind 40 verschiedene Kata‘s relevant und müssen bei einer Prüfung zu einer so hohen Graduierung auch alle in Perfektion beherrscht werden.